Hefeteig SPECIAL

Hallihallo 🙂

Wie versprochen kommt heute mein HEFETEIG-SPECIAL 🙂

Bevor ich anfange: Dieser Beitrag ist GISELA gewidmet, die mich dazu inspiriert hat, dieses Special zu machen 🙂

Und jetzt geht es los 😉

Als ich das erste Mal  meiner Oma erzählt habe, dass ich Hefeteigschnecken backen möchte (das Rezept kommt auch bald auf meinem Blog), machte sie nur ganz große Augen und meinte „viel Glück“. Also habe ich das Projekt erst einmal auf Eis gelegt. 🙂 Nach einem halben Jahr habe ich mich dann aber doch entschlossen, das „Abenteuer Hefeteig“ zu wagen. Und es hat auch auf Anhieb geklappt 😉 Also habe ich nach und nach immer mehr Rezepte mit Hefeteig ausprobiert und von Mal zu Mal wurde der Hefeteig besser und luftiger. Es ist also zum Teil auch Übung, weil man einfach ein Gefühl für die Dauer, das Kneten, die Temperaturen und einfach alles bekommt. 🙂

Jetzt zu meinen Tipps:

– Extrem wichtig ist die Temperatur! Wenn man zu kalt arbeitet, geht der Teig nicht richtig auf. Arbeitet man zu warm, wird die Hefe zerstört und der Teig geht auch nicht auf. Um eine gute Temperatur für meinen Hefeteig zu erreichen, mache ich folgendes:

Ich nehme rechtzeitig die Milch aus dem Kühlschrank, damit sie bei der Verarbeitung Zimmertemperatur hat. Dann schmelze ich das Fett (je nach Rezept Butter oder Margerine) in einem Topf und wenn es flüssig ist, gebe ich es zur Milch hinzu und rühre es einmal gründlich durch. (Wenn man dann den (sauberen!!!) kleinen Finger hineinsteckt, sollte sich das Gemisch lauwarm anfühlen. Sollte es dennoch zu warm oder zu kalt sein, entweder kurz stehen lassen oder für 10 Sekunden in die Mikrowelle stellen).

 

– Die Hefe braucht Nahrung um „arbeiten“ zu können. Deshalb gebe ich in die Milch-Fett-Mischung aus dem ersten Stichpunkt mindestens die Hälfte des Zuckers, die ich für das Rezept brauche. Meistens gebe ich aber unter Rühren (mit einem normalen Löffel) so lange Zucker hinzu, bis die Lösung gesättigt ist, sich also kein Zucker mehr löst. Das kann auch die gesamte Zuckermenge sein. Ich habe bis jetzt noch nicht gehört, dass sich zu viel Zucker negativ auf den Hefeteig ausgewirkt hätte. 😉

In die Lösung zerbröckele ich dann entweder den Hefewürfel oder ich gebe die Trockenhefe hinein und löse sie komplett auf.

 

– Ein Vorteig ist immer von Vorteil. Auch wenn man bei Trockenhefe keinen Vorteig machen muss, mache ich das trotzdem. Wenn man in Eile ist, kann man das natürlich weglassen. Für den Vorteig gebe ich das Mehl und eine Prise Salz in meine Rührschüssel und mache eine tiefe Mulde hinein, in die die Hefemischung hineingegossen wird. Dann nehme ich einen normalen Esslöffel zur Handund rühre vorsichtig vom Rand so viel mehr in die Hefemischung, dass ein dünnflüssiger Brei entsteht. Dann kommt ein Küchenhandtuch darauf und es bleibt bei Zimmertemperatur circa 20 Minuten stehen. Wenn man das Küchentuch dann abhebt, sollte der Brei kleine Blasen schlagen.

 

– Ganz wichtig ist auch das Kneten!!! Nach dem Vorteig verknete ich die Zutaten zunächst mit meinem Handrührgerät, bis ein glatter Teig entsteht. Dann nehme ich den Teig aus der Schüssel und knete ihn per Hand. Ich habe gelesen, man sollte ihn mindestens 10 Minuten kneten, ich mache das aber nach Gefühl. Ich denke aber, dass die 10 Minuten relativ gut hinkommen. Wenn man also dazu neigt, alles schnell zu machen, stellt man sich am besten einen Timer, damit man einen Überblick darüber hat, wie lange man knetet. Zwischendurch klopfe ich auch den Teig etwas platt und schlage mit der flachen Hand darauf und knete dann wieder weiter. Dann gebe ich etwas Mehl in die Schüssel und gebe den Teig hinein 🙂

 

– Und jetzt vermutlich das WICHTIGSTE bei einem Hefeteig: das Gehenlassen. Ich persönlich bin ja der Ansicht, wenn ich genug Zeit habe (und die sollte man sich bei einem Hefeteig definitiv nehmen!), dann lass ich den Teig lieber länger gehen. Nachdem man den Teig durchgeknetet und in eine bemehlte Schüssel gegeben hat, deckt man den Teig wieder mit einem Küchenhandtuch ab und stellt ihn an einen warmen Ort (nicht zu heiß!). Mein kleiner Tipp hier am Rande (weil meine Heizung unter meinem Fenster ist und die Fenster so schrecklich ziehen und ich da immer Angst habe, dass mein Teig zusammenfällt 😀 ):

Ich heize während der Herstellung des Hefeteigs den Backofen auf 50°C vor und stelle dann den Teig in den Ofen (auf dem Rost im unteren Einschub). Dann mache ich den Ofen aus. Wenn ihr einen Backofen habt, bei dem man die Temperatur auch niedriger einstellen kann, dann könnt ihr den Ofen auch auf circa 30°C einstellen und lasst ihn dann einfach an.

Der erste „Geh-Gang“ dauert bei mir zwischen 40 und 60 Minuten. Der Teig sollte sein Volumen bis dahin deutlich vergrößert haben. Dann nehme ich den Teig aus der Schüssel und knete ihn nochmal zwischen 5 und 10 Minuten mit der Hand ordentlich durch, klopfe und schlage ihn und knete weiter. Währenddessen heize ich den Backofen nochmal auf 50°C auf und stelle den Teig wieder in der Schüssel, mit einem Küchenhandtuch bedeckt für weitere 40 – 60 Minuten in den Ofen.

Das Hefewunder ;)

Das Hefewunder 😉

Hier kann man schön sehen, wie sich das Volumen meines Hefeteigs mindestens verdoppelt hat, ich könnte größere Rührschüsseln gebrauchen 😀

Dann knete ich den Teig ein allerletztes Mal durch und verarbeite ihn zu dem Endprodukt. Bevor ich den Teig dann allerdings im Ofen backe, lasse ich das Rohprodukt nochmal circa 30 Minuten gehen. Diesmal aber bei normaler Zimmertemperatur. In den letzten 10 Minuten heize ich den Backofen vor.

 

Und wenn bis jetzt alles geklappt hat, müsst ihr eigentlich nur noch darauf achten, dass ihr euer Hefegebäck nicht verbrennen lasst 😉

Jetzt noch kurz zum Unterschied zwischen Trockenhefe und frischer Hefe:

Grundsätzlich arbeite ich, wenn Hefegebäck geplant ist, lieber mit frischer Hefe, weil ich das Gefühl habe, dass ich damit ein besseres Ergebnis erziele. Für spontane Backeinfälle habe ich aber immer ein paar Päckchen Trockenhefe in meinem Backschränkchen 😉

Der Vorteil von Trockenhefe ist zum einen die Haltbarkeit, da sie sich problemlos über lägere Zeit im trockenen Schrank aufbewahren lässt. Die frische Hefe muss man hingegen im Kühlschrank lagern und sie hält sich nicht sonderlich lang.

Ein zweiter Vorteil von der Trockenhefe ist der Geruch, da sie eigentlich gar nicht riecht 😉 Die frische Hefe hingegen hat halt diesen typpischen, etwas strengen Hefegeruch, an den man sich vielleicht auch erstmal gewöhnen muss. (Ich bin bei Gerüchen ziemlich empfindlich, deshalb hatt es so zwei bis drei Hefeteige gedauert, bis ich problemlos mit dem Geruch klar kam 😉 )

Ansonsten verwende ich in der Regel bei einem Hefewürfel ein bis zwei Päckchen Trockenhefe als Ersatz, je nachdem, wie fluffig der Teig am Ende werden soll.

 

Falls ihr ansonsten noch irgendwelche Fragen habt, schreibt sie mir ruhig in die Kommentare 🙂

Der ultimative Trick beim Hefeteig ist natürlich ein Brotbackautomat 🙂 Ich habe es zwar noch nicht getestet, was aber einfach daran liegt, dass ich meinen Brotbackautomaten erst letzten Freitag reaktiviert habe 😉 Aber mein Automat hat ein extra Teigprogramm, in dem man die Zutaten in den Automaten gibt und er selbstständig den Teig knetet und bei der optimalen Temperatur gehen lässt, dann noch ein zweites Mal knetet, gehen lässt und dann ein letztes Mal knetet. Damit kann man sich natürlich eine Menge Arbeit sparen. Man gibt die Zutaten hinein, schmeißt den Automaten an und in zwei Stunden kann man den Teig weiterverarbeiten 😉 Ich werde das in naher Zukunft mal testen (da ich meine Lieblings-Zimtschnecken für euch backen und fotografieren möchte 🙂 ) und euch dann davon berichten und erklären, ob man dabei etwas beachten muss. 🙂

 

Und jetzt zu meinem Rezept:

Mein Oster-Nusszopf (der eigentlich vegan ist, aber ich gebe euch auch eine nichtvegane Alternative 🙂 ) Außerdem schmeckt der Zopf nicht nur an Ostern 😉

Was von dem Hefezopf übrig geblieben ist :D

Was von dem Hefezopf übrig geblieben ist 😀

Zutaten für den Hefeteig:

600 g Weizenmehl (Typ 405)

75 g Zucker

300 ml Soja- oder Hafermilch (kann durch normale Kuhmilch ersetzt werden)

100 g Margarine (oder Butter)

Ein Würfel frische Hefe (oder eine Packung Trockenhefe)

Eine Prise Salz

Für die Nussfüllung:

300 g gemahlene Nüsse (z.B. Haselnüsse oder Mandeln)

150 ml Soja- oder Hafermilch (oder normale Kuhmilch)

120 g Brauner Zucker (es kann auch weißer Zucker verwendet werden, ich mag nur das karamellige Aroma von braunem Zucker 😉 )

Für das Finish:

ein wenig Soja-, Hafer- oder Kuhmilch

Puderzucker

etwas Wasser

Die Zubereitung:

Zunächst bereitet ihr mit Hilfe der oben genannten Tipps einen super Hefeteig zu 😉 Also gebt ihr das Mehl und die Prise Salz in eine Rührschüssel und macht eine tiefe Mulde hinein. Dann vermischt ihr in einem anderen Gefäß (ich benutze immer meinen Rühbecher) die heiße geschmolzene Margarine (oder Butter) in der zimmerwarmen Milch, gebt den Zucker hinzu (hier kann man ruhig den kompletten Zucker hineingeben) und löst die Hefe darin auf (frische Hefe hierzu fein zerbröckeln). Diese Mischung gebt ihr dann in die Mulde und rührt mit einem Esslöffel nach und nach vom Rand aus Mehl in die Flüssigkeit, bis ein flüssiger Brei entsteht. Diesen Vorteig lasst ihr dann bei Zimmertemperatur circa 20 Minuten stehen. Dann könnt ihr den Ofen einschalten und auf 50°C vorheizen.

Jetzt verknetet ihr den Teig gründlich (circa 10 Minuten), lasst ihn 40 Minuten gehen, knetet ihn nochmal durch, lasst währenddessen den Ofen nochmal auf 50°C hochheizen, lasst den Teig nochmal 60 Minuten gehen und knetet ihn. Dann nehmt ihr euch eine weitere Schüssel dazu und vermischt dort die drei Zutaten für die Füllung.  Ich teile dann den Teig in zwei Hälften und rolle zunächst eine Hälfte aus, so dass der Teig circa 3 mm hoch ist und ein Rechteck entsteht, bei dem die Seiten unterschiedlich lang sind und die lange Seite nicht länger als das Backblech ist (sonst müsst ihr einen krummen Zopf backen 😛 ). Darauf verteile ich die eine Hälfte der Füllung und rolle das Rechteck so zusammen, dass eine lang „Roulade“ entsteht.

Das „Flechten“ des Zopfes ist gar kein echtes Flechten. Ich halbiere zunächst eine Hälfte der Roulade und verzwirble die beiden Hälften umeinander. Dabei muss man darauf achten, dass die Füllung größtenteils nach außen zeigt. Das gleiche macht man dann mit der anderen Hälfte. Man dann die Roulade natürlich auch komplett halbieren und dann umeinander zwirbeln, das ergibt bei mir aber immer ein riesiges Gematsche 😀

Genau das Selbe macht man dann mit der zweiten Teighälfte. Die beiden Zöpfe legt ihr dann auf ein Backrost und legt ein Küchenhandtuch darüber und lasst den Teig für weitere 30 Minuten gehen. Ihr könnt dann auch damit beginnen, den Ofen auf 200°C vorzuheizen. (Ich backe mit Ober-Unter-Hitze, weil mein Backofen so alt ist, dass man das nicht einstellen kann 😀 ) Bevor ihr die Zöpfe backt, könnt ihr die Zöpfe noch mit Sojamilch (oder Hfermilch oder Kuhmilch) bepinseln. Dann kommen die Zöpfe für eine dreiviertel Stunde in den Ofen.

Direkt nachdem ihr die Zöpfe aus dem ofen genholt habt, könnt ihr die Zöpfe mit einer Schicht Zuckerguss überziehen. Aufgrund der Temperatur ergibt das dann eine ganz feine Zuckergussschicht, die wunderschön glänzt. Wenn ihr lieber eine dickere Zuckergusschicht haben wollt, wartet bis der Zopf etwas abgekühlt ist, bis ihr den Zopf glasiert.

Der Anschnitt

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit eurem Hefeteig-Erfolg 🙂

Eure Denise ❤

PS: Es ist unglaublich 🙂 jetzt gerade, wo ich das Special veröffentlichen will, habe ich die 100 Besucher geknackt 🙂 102 Mal wurde meine Seite jetzt aufgerufen 🙂 Ich bin ganz stolz 😉 Außerdem waren davon 14 Aufrufe aus den USA 🙂 Mein Blog wird international 🙂 // I am sooo suprised to see that more than 100 people already visited my blog 🙂 And I am happy to see that there were 14 hits from the US 🙂 my blog is getting international 🙂 ❤ (maybe I should think about having a bilingual special every once in a while 😉 )

 

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Ein Gedanke zu “Hefeteig SPECIAL

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